Auf Hochdeutsch: Fastnacht, Karneval
Fasnet
Weitere Wörter
- Fangerles = Fangen spielen (Kinder)
- Fasnetskiachla = In Schmalz gebackene Krapfen (wird nur während der Fasnet verzehrt!)
- Faifhondertfaifafuffzg = Fünfhundertfünfundfünfzig (555)
- fatza = 1. abreissen 2. brechen 3. schnell springen auch „fatza lassa“ = loslassen, losreissen
- ezat = jetzt
- fatzaglatt = ganz glatt, eben, flach, eisglatt
- Etwi = Futteral fr: etui
- fatzagleich = vollständig identisch, gleicht wie ein Ei dem andern
Beispiele, in denen „Fasnet“ vorkommt
In der schwäbisch-alemannischen Fasnet ein Zeichen für die Herrschaft der Narren, vergleichbar dem Maibaum.
Als Narrensamen (oder Narrasama) wird im schwäbisch-alemannischen Brauchtum der Nachwuchs einer Narrenzunft bezeichnet. Es sind Kinder und Jugendliche, die in die Fußstapfen ihrer Eltern treten, frühzeitig an Umzügen teilnehmen und spielerisch an die Traditionen der Fasnet herangeführt werden. Schon im Häs (Narrenkleid), jedoch noch ohne Larve (Maske).
Siehe auch: ⏵A scheene Leich ⏵Armleichdr ⏵bleicha ⏵bleichlechd ⏵Bloß iber mei Leich! ⏵dupfagleich ⏵Erleichterung ⏵Gleichgwichd ⏵hoimleichda ⏵hopfaleichd ⏵Leichabiddr ⏵Leichadrägr ⏵Leichahemd ⏵Leichaschmaus ⏵leichd ⏵Schleichle ⏵sondrsgleicha ⏵Uff a Leich ganga > Kommt auch in diesen Redensarten vor: A Leich en Roddaburg isch ällaweil no luschdigr, wie d’Fasnet en Schduargd.Bei so am wiaschda Weddr isch a Leich koi Vrgniaga!Der hodd a scheene Leich khet!Des war a scheene Leich, schad dass’r nemme hodd drbei sei kenna.Dr Ondrschied zwischa ra Hochzich ond ra Leich isch, dass uff ra Leich emmr oi Bsoffener wenigr isch!Isch oinr reich, gohd mr mit dr Leich, isch oinr arm - Gott erbarm!Warom soll I uff dem sei Leich ganga, der gohd au net uff meine.’S ganz Johr krank ond an Martini erschd koi Leich!
Schnitzbrot, Kipf ond Wiebela, Eilaufsupp mit Riebela, Krapfa, Seela, Kernlestee, Kitzabohna ond Schellée, Oierhaber, arme Ritter! Reichts ned für älle, isch des bitter! Backstoikäs ond siasse Schnecke, Doppelwecka, Peitschaschdegga, Hegamark ond Laugabrezla, Grombiraschnitz mit Oierspätzla, Zwiebelkuacha mit viel druff! Nochher macht mr's Fenschder uff! Dunkle Soß ond broide Nudla, Biramoscht zom abedudla, Rauchfloisch, glei en ganza Breckel, Rippla, groß wie Abortdeckel, Ofaschlupfer ond Pfitzauf! Oh, wia reisst mr Goscha auf! Ochsauga, Kehl ond Rettich, Floischbrühsupp au meglichschd feddig, Schnitz ond Zwetschga, grauchder Speck, Sauerkraut ond Bäradreck, Soidawürstla ond Zibeba! Dodra ka sich jeder heba. Gaisburger Marsch ond gröschde Spatza Flädlessupp ond Bäratatza, Mauldascha, au mol Hefaknöpfla saure Nierla, Mohraköpfla Duranad ond Wurschdsalat do isch dr Honger glei parat. Rode Bohna, gelbe Riaba, Laisa, Kendlesbrei ond Grieba, Ochsa-Auga ond Spinat, Blaukraut, Ochsamaulsalat, Fasnetsküchla, saure Kuttla. Wer hodd do no Zeit zom Bruttla? Schwardamaga, siasse Mädla, Schillerlocka, saure Rädla, Rosakohl ond Gugelhopf, Hasaschlegel, Hefezopf, Bebballesgmias ond Leberspätzla, Scho vo weitem hörd mr's schmatza! Knöchla, Katzagschroi ond Kuddla, Mutschla, Seela, Suppa-Nudla, Hutzelbrot ond Laugaweggla, Griabawurschd ond Dürrfloischeggla, Metzelsupp ond dörrte Schnitzla, Schneiderfleck ond Buabaspitzla, Springerle ond Breschdlingsgsälz, au Nonnafürzla schmeckat älls Zwetschgakuacha, Kuddlsupp, Floischkiachla ond Kartoffelsupp Eigmachts Kalbfloisch, grührta Kuacha Do ko wirklich koiner fluacha. Pfitzauf, Dreiblesgsälz ond Flädla, Guatsla, Rohm ond Gelbwurst-Rädla, Tellersulz ond siasse Waffla, frisch eiglegte Suddraischdaffla, Fasnetküachla, Gsälz ond Knöpfla, emmr midd ma gescheida Tröpfle. Hinweis: In dem Gedicht sind drei Dinge nicht zum Essen: 1. Kitzabohna ist Hagel, der Schwabe sagt 's'kitzabohnalad' wenn es hagelt. 2. Siasse Mädla (= bezaubernde junge Damen) kann man zum Fressen gern haben, aber halt nicht essen .. 3. Frisch eiglegte Suddraischdaffla (= frisch eingeweckte Kellertreppen) sind eine beliebte Redewendung, aber nicht zum Essen geeignet.