Schwoba-Lexikon

Fresse

Körper

Auf Hochdeutsch: Mund, Maul, Fresse

Du griagsch glei oine in d'Fresse!

Weitere Wörter aus „Körper“

Beispiele, in denen „Fresse“ vorkommt

Spitzgras ist bei Kühen auf der Weide nicht sehr beliebt und sie fressen darum herum.

Des isch mir wie Schbitzgras!

Partizip Perfekt: gfrässa - gefressen Präsens: I fress Du frisch Er frissd Mir fressad Ihr fressad Sia fressad Perfekt: I hann gfrässa Du hosch gfrässa Er hodd gfrässa Mir henndgfrässa Ihr henn gfrässa Sia henn gfrässa >Siehe auch: ⏵Den han e gfressa! ⏵Den han e gfressa! ⏵Fressagg ⏵gfressa ⏵rausgfressa > Kommt auch in diesen Redensarten vor: Friahr han e mei Frau zom fressa gern khet, schad drom, dass es net gmachd han!Mr sodd nia meh saufa ond fressa, als mit ällr Gwald en oin neigohd!Selbr fressa machd fedd!Wenn de nix zom fressa hosch, no friss es wenigschdens aus ra scheena Schissl!Wer net kommd zur rechda Zeid, muass hald fressa, was iebrig bleibd’S isch äbbas args, was i Wurschd fressa muß, bis meine Kendr vo dr Haud sadd werdad.

fressa

Da gibt es eine ganze Reihe an einzelnen schwäbischen Worten, die eine ganze bestimmte Sache präzise auf den Punkt bringen und für die es im Hochdeutschen oft keinen Gegenpart gibt, einige Beispiele: A Kochade - ein umständliches, wenig zielführendes Kochen A Essade - eine Fresserei A Schwätzade - ein nicht endender Redeschwall A Draadschade - ein nicht endendes Gespräch unter Frauen A Schwitzade - eine schweißtreibende Angelegenheit A Butzade - eine aufwändige Putzarbeit A Bichade - eine riesige klebrige Stelle A Mampfade - eine unglaubliche Fresserei A Uffregade - eine riesige Aufregung A Bachade - ein sehr aufwändiges Backen A Blärrade - eine nicht auszuhaltende Heulattacke A Fliggade - eine diffizile Näharbeit A Wäschade - der große Waschtag A Schbrengade - ein ziemliches Hin- und Hergerenne A Brässierade - eine sehr eilige Angelgenheit A Bscheißade - ein ganz großer Betrug A Zerfade - ein laute Schreierei A Soichade - etwas völlig verpinkeltes A Gnutschade - eine Küsserei (bei der man leider nicht dabei ist) A Kotzede - ein ausgiebiges Erbrechen A Motzade - eine nicht endenwollende Schimpfkanonade A Druggade - ein sehr dichtes Menschenknäuel

Schwäbische Worte die auf "ade" enden

Schnitzbrot, Kipf ond Wiebela, Eilaufsupp mit Riebela, Krapfa, Seela, Kernlestee, Kitzabohna ond Schellée, Oierhaber, arme Ritter! Reichts ned für älle, isch des bitter! Backstoikäs ond siasse Schnecke, Doppelwecka, Peitschaschdegga, Hegamark ond Laugabrezla, Grombiraschnitz mit Oierspätzla, Zwiebelkuacha mit viel druff! Nochher macht mr's Fenschder uff! Dunkle Soß ond broide Nudla, Biramoscht zom abedudla, Rauchfloisch, glei en ganza Breckel, Rippla, groß wie Abortdeckel, Ofaschlupfer ond Pfitzauf! Oh, wia reisst mr Goscha auf! Ochsauga, Kehl ond Rettich, Floischbrühsupp au meglichschd feddig, Schnitz ond Zwetschga, grauchder Speck, Sauerkraut ond Bäradreck, Soidawürstla ond Zibeba! Dodra ka sich jeder heba. Gaisburger Marsch ond gröschde Spatza Flädlessupp ond Bäratatza, Mauldascha, au mol Hefaknöpfla saure Nierla, Mohraköpfla Duranad ond Wurschdsalat do isch dr Honger glei parat. Rode Bohna, gelbe Riaba, Laisa, Kendlesbrei ond Grieba, Ochsa-Auga ond Spinat, Blaukraut, Ochsamaulsalat, Fasnetsküchla, saure Kuttla. Wer hodd do no Zeit zom Bruttla? Schwardamaga, siasse Mädla, Schillerlocka, saure Rädla, Rosakohl ond Gugelhopf, Hasaschlegel, Hefezopf, Bebballesgmias ond Leberspätzla, Scho vo weitem hörd mr's schmatza! Knöchla, Katzagschroi ond Kuddla, Mutschla, Seela, Suppa-Nudla, Hutzelbrot ond Laugaweggla, Griabawurschd ond Dürrfloischeggla, Metzelsupp ond dörrte Schnitzla, Schneiderfleck ond Buabaspitzla, Springerle ond Breschdlingsgsälz, au Nonnafürzla schmeckat älls Zwetschgakuacha, Kuddlsupp, Floischkiachla ond Kartoffelsupp Eigmachts Kalbfloisch, grührta Kuacha Do ko wirklich koiner fluacha. Pfitzauf, Dreiblesgsälz ond Flädla, Guatsla, Rohm ond Gelbwurst-Rädla, Tellersulz ond siasse Waffla, frisch eiglegte Suddraischdaffla, Fasnetküachla, Gsälz ond Knöpfla, emmr midd ma gescheida Tröpfle. Hinweis: In dem Gedicht sind drei Dinge nicht zum Essen: 1. Kitzabohna ist Hagel, der Schwabe sagt 's'kitzabohnalad' wenn es hagelt. 2. Siasse Mädla (= bezaubernde junge Damen) kann man zum Fressen gern haben, aber halt nicht essen .. 3. Frisch eiglegte Suddraischdaffla (= frisch eingeweckte Kellertreppen) sind eine beliebte Redewendung, aber nicht zum Essen geeignet.

Schwäbische Gerichte gereimt als Gedicht

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