Auf Hochdeutsch: Eigentlich halb so schlimm! wörtl.: Das ist besser, als ein Prügel auf der Nase, und wenn der noch so gut sitzt.
Des isch bessr, als en Briegl uff der Nos, ond wenn’r no so guad sitzt!
Redensart
Weitere Wörter aus „Redensart“
- Des isch bessr, als en d’Hos gschissa! = Immer noch besser, als gar nichts wörtl.: Das ist besser, als in die Hose gemacht zu haben!
- Des isch bessr als a Dasch voll Gsälz oder a Gosch voll Glufa! = Das ist immer noch besser, als eine Tasche voller Marmelade oder ein Mund voller Stecknadeln!
- Des isch au Wassr en a Sieb gschöpfd! = Das ist vergebliche Liebesmüh! wörtl.: Das ist wie wenn man Wasser in ein Sieb schöpft!
- Des isch au net uff dem seinr Mischde gwachsa! = Das hat der auch nicht selbst erfunden! wörtl.: Das ist auch nicht auf seinem Misthaufen gewachsen!
- Des isch au net uff deinr Mischde gwachsa! = Das hat Du auch nicht selbst erfunden! wörtl.: Das ist auch nicht auf Deinem Misthaufen gewachsen!
- Des isch au koin Gruschd! = Das ist toll! Das ist spitze! wörtl.: Das ist auch kein Gerümpel
- Des isch au d’Mischde dingd! = Das ist völlig unnötig! wörtl.: Das ist wie wenn man einen Misthaufen düngt!
- Des isch au bloß, bis mr’s gwehnd isch. = Mach Dir nichts draus! wörtl.: Das ist auch nur, bis man sich dran gewöhnt hat!
Beispiele, in denen „Des isch bessr, als en Briegl uff der Nos, ond wenn’r no so guad sitzt!“ vorkommt
Die Schwäbische Seele ist ein baguetteartiges Gebäck aus Dinkel, das aus dem Oberschwäbischen stammt. Die Seele ist außen knusprig, innen weich und luftig. Es ist auch eine Sonderform der Seele bekannt, deren Name "Briegl" lautet. Briegel gelten insbesondere als Spezialität von Schwäbisch Gmünder. Der Unterschied liegt darin, dass ein Briegl nicht so lang ist wie eine Seele, ein wenig mehr in die Breite geht und mit Kümmel und grobem Salz bestreut ist. Der Ursprung des Namens wird mit dem Fest Allerseelen in Verbindung gebracht. Dieses knüpft vermutlich an ein vorchristliches Totenfest an, was die zahlreichen, bis heute erhaltenen kultischen Bräuche bezeugen. An der Wende vom Herbst zum Winter die "armen Seelen mit Speiseopfern zu bewirten, versprach Erntesegen im darauffolgenden Jahr. Später bedachte man Bedürftige mit "Seelenbroten" und anderem Gebäck. >Siehe auch: ⏵An Briegl möga ⏵briegldichd ⏵Schießbriegl > Kommt auch in diesen Redensarten vor: Des isch bessr, als en Briegl uff der Nos, ond wenn’r no so guad sitzt!Noch kissa ond lägga, kommad Briegl ond Schdägga!