Wörter aus „Ausdruck“
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- En Rende ganga = In Rente gehen
- En a Glas neileera = Ein Glas füllen wörtl.: In ein Glas hineinleeren
- En a Guck neigugga = In eine Tüte hineinschauen
- En alde Erinneronga schwälga = In alten Erinnerungen schwelgen
- En andre Omschdänd = schwanger sein
- En andre Umschdänd sei = Schwanger sein, ein Kind erwarten wörtl.: In anderen Umständen sein
- En da Senkl schdella = jemanden zurechtweisen
- En dem Gai kenne me aus! = Hier kenne ich mich bestens aus! wörtl.: In diesem Gäu kenne ich mich aus!
- En dem Kriag drag I koin Schbieß! = Aus dieser Sache halte ich mich raus! Ohne mich! wörtl.: In diesem Krieg trage ich keinen Spieß
- En der Wäsch will i koi Hemad han! = Da bin ich aussen vor! wörtl.: In dieser Wäsche möchte ich kein Hemd haben!
- En derra ihre Auga kosch bees vrsaufa. = In deren Augen kann (ein Mann) leicht ertrinken.
- En dia Kerb kosch des Obschd neilega. = In diese Körbe kannst Du das Obst hineinlegen.
- En dr Hosadasch gruschdla = In der Hosentasche herumwühlen
- En dr Machade = In Bearbeitung, in Arbeit
- En dr Nos gruabla = In der Nase bohren
- En dr Obr isch gerschd dr Obr vom Idalienr vor mr gsessa. = In der Oper saß gestern der Ober vom Italiener vor mir
- En dr Schual war e a ganz schee faule Sau. = In der Schule war ich ganz schön faul.
- En dr Sonn kosch heit ganz schee broda! = In der Sonne ist es heute sehr heiß!
- En dr hellichda Nachd = In finsterer Nacht
- En d’Dasch schdecka = Jemandem überlegen sein wörtl.: In die Tasche stecken
- En d’Gruab neischdragga = sterben, tot sein wörtl.: In die Gruben reinliegen
- En d’Kirch ganga = In die Kirche gehen
- En d’Scheiße neisitza = Sich in die Nesseln setzen
- En d’Scheißgass komma = In Verlegenheit kommen, in eine Zwickmühle geraten wörtl.: In die Scheißgasse kommen
- En jeder Ehe gibts oin der Rechd hodd, ond da Mo hald! = In jeder Ehe gibt es einen, der immer Recht hat, und den Ehemann halt.
- En koin Schlabbschuah meh neibassa = Von jemandem völlig zur Sau gemacht sein
- En meine Auga hodd des nix zom saga! = In meinen Augen hat das nichts zu bedeuten!
- En oi Loch nei = Ununterbrochen, andauernd wörtl.: In ein Loch hinein
- En ra schdilla Schdond = In einer stillen Stunde
- En ällr Herrgottsfriah = Ganz früh am Morgen
- Ens Feddnäpfle neidabba = Ins Fettnäpfchen treten
- Ens Gschäfd ganga = Zur Arbeit gehen
- Ens Neschd soicha = Ins Bett pinkeln, Bettnässen
- Ens Schdädtle ganga = In die Stadt gehen
- Ens gmachde Neschd hocka = Eine günstige Gelegenheit ausnutzen wörtl.: In ein gemachtes Nest sitzen
- Enzerle, zenzerle, zizzerle, zäh, eichele, beichele, knell = Alter schwäbischer Kinderauszählreim, den meine Mutter immer benutzte
- Er drechd .. = Er trägt ..
- Er hodd ausglidda! = Er ist nach schwerer Krankheit gestorben!
- Er hodd glidda! = Er hat geklingelt! aber auch: Er hat gelitten!
- Er isch .. = Er ist ..
- Er segd .. = Er sagt ..
- Erschd drletschd isch’r mr no vrkomma. = Erst neulich bin ich ihm noch begegnet.
- Es brässierd = Es eilt, es pressiert
- Es schiffd wie bleed = Es regnet stark
- Es soichd wie bleed = Es regnet sehr stark
- Essa ganga = Essen gehen
- Essa gibts! = Es gibt Essen! Es ist angerichtet! Es ist serviert!
- Essad no no! = Jetzt greift bitte nochmals tüchtig zu! wörtl.: Essen Sie nur!
- Eulagreid = Hinterpfuiteufel, da wo die Eule im Gereut haust.
- Ewig schad = Das wird mir auf immer leid tun
- Faggl net lang = Komm, fang gleich an
- Falls mr ons nemme sehad ... = Falls wir uns nicht mehr sehen ...
- Fangad mr a! = Fangen wir an!
- Fangerles schbiela = Fangen spielen (Kinder)
- Faschdgar hädd’e da Zuag no kriagd. = Beinahe hätte ich den Zug noch bekommen.
- Faulmiad wie d’Cannschdattr = Sagen die Stuttgarter abfällig über die Bad Cannstatter Mitbürger
- Fetza = Billiges Kleid
- Fir Di däd i sogar dia ledschd Mauldasch hergäba! = Ich liebe Dich! wörtl.: Für Dich würde ich sogar auf die letzte Maultasche verzichten!
- Fir Di däd’e sogar d’ Kich butza! = Ich liebe Dich! wörtl.: Für Dich würde ich sogar die Küche putzen!
- Fir Kendr muasch s’ halbe Leba lang blecha! = Für Kinder musst Du das halbe Leben bezahlen!
- Fir des Wördle hodd’s an Haufa Bedeidonga. = Für dieses Wort gibt es viele Bedeutungen.
- Fir nix ond wiedr nix = Für nichts und wieder nichts
- Franzosabloama = Lungenkraut
- Friahr han e emmr älle Sacha em Kaschda vrschobbd, dass mein Schdub uffgreimd ausgseha hodd. = Früher habe ich immer alles im Schrank versteckt, damit mein Zimmer ordentlich aussah.
- Friahr henn d’Kendr Rotznosa khet, heitzudag henn d’Rotznosa Kendr. = Früher hatten die Kinder Rotznasen, heutzutage haben Rotznasen Kinder.
- Friahr isch ällas andersch gwä. = Früher war alles anders.
- Frohe Oschdra! = Frohe Ostern! Wir wünschen frohe Ostern!
- Gammer mol noch ..? = Gehn wir mal nach .. ?
- Gandad mr do no? = Gehen wir da hin!
- Gang jetz endlich ens Neschd! = Gehe jetzt endlich zu Bett!
- Gang ond gäb = üblich, gang und gäbe
- Gangad mr? = Gehen wir?
- Gangad’mr gschwend noch ..? = Gehen wir schnell nach... ?
- Ganz aus am Häusle sei = Völlig erregt sein, ganz aus dem Häuschen sein
- Ganz aweg sei = Völlig aus dem Häuschen sein, hingerissen sein
- Ge eikaufa ganga = Zum einkaufen gehen, shoppen
- Ge schaffa ganga = Zur Arbeit gehen
- Gega d’Wand schwätza = Gegen die Wand reden
- Gega schbädr gibts au no Kuacha = Später gibt es auch noch Kuchen
- Gega was nimmsch des ei? = Wofür ist dieses Medikament gut?
- Geh mr! Gangad mr! = Gehen wir!
- Geischdweis rausschwätza = Sprechen ohne nachzudenken, oder nur in der 3. Person (also ohne jemanden direkt anzusprechen)
- Gell, Samschdichs hend d’Banka zua? = Samstags haben alle Banken geschlossen, nicht wahr?
- Gell, do glotsch! = Da schaust Du, was! Da staunst Du, was!
- Gensebliamla = Gänseblümchen
- Geranich = Geranien (Blumen)
- Gern gschäha! = Gern geschehen!
- Gesaufe = Ein übermäßiges Berinken, Sauferei
- Geschdrn ben e schiergar vrzwatzeld! = Gestern bin ich beinahe verzweifelt!
- Geschdrn ben e uff dr Biehne gschdanda. = Doppeldeutig! Gestern bin ich auf dem Dachboden gestanden - und - Gestern bin ich auf der Bühne gestanden.
- Giaskannablech, an dr Sonne khärded = Minderwertiges Blech, an der Sonne gehärtet - scherzhaft zu schlechtem Werkzeug
- Gib Obachd! = Vorsicht! Aufgepast! Aufpassen!
- Gib mr an Batsch = Gib mir die Hand
- Gille fiehra = Jauche auf dem Feld ausbringen
- Gitzegäbela macha = Wenn man aus Schadenfreude seine Finger wie eine Gabel ausstreckt
- Glar wie Schnitzbriah = Sonnenklar
- Glebberlesverei = Schlecht organisierter Betrieb
- Glei Schdiggr zwoi! = Bitte gleich zwei Stücke!
- Glei duads an Ruggr! = Jetzt gehts es voran! Gleich geht es weiter!
- Glei kommd a Weddr! = Gleich kommt ein Gewitter!