Wörter aus „Ausdruck“
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- Du kennsch langsam amol a bissle schnellr macha! = Komm die Hufe, mach voran! wörtl.: Du könntest so langsam etwas schneller machen!
- Du kosch mit oim onziga schwäbischa Wördle ganz viele Leit aus’am Konzepd bringa, nämlich mit: "IridiriDi?" = Man kann mit einem einzigen schwäbischen Wort ganz viele Menschen aus dem Konzept bringen, nämlich mit "Irritiere ich Dich?"
- Du kosch mr au amol da Schuh uffblosa! = Du kannst mich kreuzweise! wörtl.: Du kannst mir mal den Schuh aufblasen!
- Du kriagsch ällas was Du willsch! = Du bekommst alles was Du möchtest!
- Du lebsch au bloß von der Hand en ’s Maul! = Du lebst auch nur von der Hand in den Mund!
- Du machsch Dr koi Bild! = Das kannst Du Dir nicht vorstellen! wörtl.: Du machst Dir kein Bild!
- Du machsch a Gsichd als häddsch Essig gsoffa = Du machst ein Gesicht, als hättest Du Essig getrunken.
- Du machsch a Gsichd wie Ratz, wenns donnerd! = Du machst ein Gesicht wie eine Ratte, wenn es donnert!
- Du machsch au aus jedam Scheißdregg a Kirbe! = Du machst aus jeder Kleinigkeit ein Riesentheater! wörtl.: Du machst aus jedem Scheißdreck einen Jahrmarkt!
- Du machsch vielleichd an Zinnobr = Du stellst Dich aber an
- Du muasch Dein Kumpf net iberall neihänga! = Du musst Deine Nase nicht überall reinstecken!
- Du muasch au da Huad mit am Schuahleffl uffsetza! = Der Hut ist doch viel zu klein! wörtl.: Du musst auch den Hut mit einem Schuhlöffel aufsetzen!
- Du nimmsch mr ’s Word aus am Maul. = Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Das wollte ich auch sagen.
- Du rauchsch heit widdr mol wie a Werbr fir d’Fremdalegio. = Sagt man zu jemand, der viel qualmt wörtl.: Du rauchst heute wieder mal, wie ein Werber für die Fremdenlegion.
- Du sagsch jo gar nix heit. = Bu bist heute aber sehr nachdenklich.
- Du sagsch weddr muh, noch mäh! = Du sagts nie Deine Meinung!
- Du schdehsch au guad em Fuddr! = Du bist ganz schön moppig! Du bist dick! wörtl.: Du stehst gut im Futter!
- Du schmeggsch abbr fei. = Du riechst sehr gut, ich mag Dein Parfum.
- Du schnaufsch au wie Neschd voll Igel! = Du musst ja heftig atmen! wörtl.: Du schnaufst wie ein Nest voll mit Igeln.
- Du schwätsch an Bäbb! = Du redest Unsinn! wörtl.: Du redest klebriges Zeug raus
- Du schwätsch wie Buach! = Du redest ohne Punkt und Komma! wörtl.: Du redest wie ein Buch
- Du siehsch aus wie a Maus onder ra Doigschissl! = Dein Hut ist doch viel zu groß! wörtl.: Du siehst aus wie eine Maus unter einer Teigschüssel.
- Du siehsch aus wie a kotzde Leichapredigd! = Du siehst sehr blass aus! wörtl.: Du siehst aus wie eine ausgekotzte Leichenpredikt!
- Du siehsch aus wie d’deier Zeid = Du bist viel zu mager wörtl.: Du sieht aus wie die teure Zeit
- Du siehsch aus wie glopfdr Has = Du siehst ganz vermäht aus wörtl.: Du siehst aus wie ein geklopfter Hase
- Du siehsch aus wie gschälds Oi. = Du siehst aus wie aus dem Ei gepellt.
- Du siehsch aus wie ’s Kätzle am Bauch! = Du siehst sehr schlecht aus wörtl.: Du siehst aus, wie die Katze am Bauch
- Du siehsch aus wie ’s Leida Chrischdi! = Du siehst sehr schlecht aus wörtl.: Du siehst aus, wie das leiden von Christus!
- Du siehsch gschaffd aus. = Du siehst müde aus. Du siehst geschafft aus.
- Du singsch groddafalsch! = Du singst grauenhaft falsch!
- Du soddsch afanga afanga zom kocha! = Du musst jetzt aber langsam mit dem Kochen beginnen!
- Du willsch au scho fliaga, eh d’Fädara gwachsa senn! = Du kannst es nicht abwarten, erwachsen zu sein! wörtl.: Du willst auch schon fliegen, bevor die Federn gewachsen sind!
- Du willsch au scho vrsaufa, eh Du ’s Wassr schbirsch! = Du kannst es wieder mal nicht abwarten! wörtl.: Du willst auch schon ertrinken, ehe Du im Wasser bist
- Du woisch au nemme wo no mit all dem Sach! = Das scheint Dir über den Kopf zu wachsen! wörtl.: Du weißt auch nicht mehr wo hin mit all den Sachen!
- Dua amol gschwend langsam! = Immer mit der Ruhe! - Kein Widerspruch in sich: Man kann auch schnell langsam machen ..
- Dua hald gschdäd! = Mach langsam! Immer mit der Ruhe!
- Dua no gschdäd! = Mach langsam!
- Dua schee langsam! = Immer mit der Ruhe! Kein Widerspruch in sich: Man kann auch schön langsam machen ..
- Duad mr loid! = Entschuldigung! Tut mir leid!
- Dui hodd mr so saggrisch da Roschd ra do, mi hosch kenna glei grundiera! = Die hat mich so was von zusammen gestaucht! wörtl.: Die hat mir so den Rost herunter gemacht, man hätte mich gleich grundieren können!
- Dundraladdich abber au = Verdammt noch mal
- Dussa isch arschgladd! = Es ist sehr glatt draußen!
- Dädad Se .. = Würden Sie ..
- Dädad Se bidde? = Würden Sie bitte?
- Dädsch Du bidde ’s Fenschdr kibba? = Würdest Du bitte das Fenster einen Spalt öffnen?
- Dädsch Du heit d’Kendr nolega? = Würdest Du heute bitte die Kinder ins Bett bringen?
- Dädsch Du mi nehma, wann i Di wedd? = Schwäbische Liebeserklärung wörtl.: Würdest du mich nehmen, wenn ich dich wollte?
- Dädsch Du mir dia Loidr heba? = Würdest Du diese Leiter festhalten?
- Dädsch mer mol .. = Würdest Du bitte ..
- Dädsch mer net ... ? = Würdest Du bitte ...?
- Dädsch mer net gschwend Schbrudl hola? = Würdest Du mir bitte Mineralwasser holen?
- D’Absätz abschäga = Die Absätze an den Schuhen ablaufen
- D’Babierla net glei vergnergla, sondern gladd streicha ond nomml nemma! = Das Einwickelpapier von Orangen ergibt einen hervorragenden Kaffeeuntersetzer!
- D’Gosch zom Narra halda. = Zu wenig zu Essen und zu Trinken bekommen. wörtl.: Den Mund zum Narren zu halten
- D’Hosa voll han bis zom Breis. = Vor Angst ganz aus dem Häuschen sein wörtl.: Die Hosen voll haben bis zum Anschlag
- D’Här nei do = Jemanden in Senkel stellen
- D’Leffidda lesa = jemanden ausschimpfen
- D’Leit vo heit = Die Menschen von heute
- D’Migge neihaua = Stark bremsen wörtl.: Die Migge reinhauen
- D’Nochrichda gugga = Die Nachrichten im Fernsehen anschauen
- D’Uhr zriggschdella = Die Uhr zurückstellen
- Eander weddr net = eher nicht (starker Zweifel)
- Ebfl brogga = Äpfel ernten
- Eggstein, Eggstein, ällas muass verschdeggt sein. = Schwäbischer Auszählreim
- Eich kennd mr au leicht schdähla! = Sagt man, wenn jemand sein Haus oder seine Wohnung immer offen lässt wörtl.: Euch könnte man auch ganz leicht stehlen!
- Eigmachde Kellrschdaffla = Sagen Schwaben gerne auf die Frage, was sie gerade machen wörtl.: Eingedünstete Kellerstufen
- Eischnurra wie d’Zwetschga = Runzelig werden wie die alten Zwetschgen
- Em Bedd schdragga = Im Bett liegen
- Em Besa sitzt mr wie d’Häsleis = In der Besenwirtschaft sitzt man eng beieinander wörtl.: In einer Besenwirtschaft sitzt man so eng zusammen wie die Kleiderläuse.
- Em Bläddle lesa = In der Lokalzeitung lesen
- Em Daobadichd = Ohne Sinn und Verstand, kopflos
- Em Dregg vrschdigga = In Unordnung umkommen, im Dreck ersticken
- Em Erdreich gruabla = Im Boden herumstochern
- Em Fernseh Werbung gugga, damit mr woiß, was mr net brauchd! = Nur wer den Feind kennt, kann ihn erfolgreich bekämpfen!
- Em Flecka = Im Ort, im Dorf
- Em Garda gärdla = Im Garten vor sich hinarbeiten.
- Em Gringl romschaffa = Planlos arbeiten
- Em Gringl romschwätza = Sinnlos diskutieren, planlos reden
- Em Gringl schbrenga = Im Kreis laufen, nicht vom Fleck kommen
- Em Gräbele schlofa = In der Besucherritze übernachten, zwischen den Eltern/Großeltern zur schlafen
- Em Hennaschdall = Im Hühnerstall
- Em Iebriga = Im Übrigen
- Em Jäschd = In der Wut, wütend
- Em Reng romschaffa = Planlos arbeiten
- Em Schdädtle = In der Stadt
- Em Schmalzhafa hocka = Im Überfluß leben wörtl.: Im Schmalzhafen sitzen
- Em Schwobaland = Im Schwabenland
- Em Sonderangebot kaufa, abbr gugga, ob’s net no woandersch billiger isch! = Nur reduzierte Ware kaufen, und doch das schlechte Gefühl haben, zu teuer einzukaufen!
- Em Urlaub grasad mir dia ganz Vrwandschafd ab, des isch am billigschda! = Im Urlaub suchen wir die ganze Verwandschaft heim, das ist er billigste Urlaub!
- Em Wendr isch gern kald! = Gern im Sinne von "häufig": Im Winter ist es häufig kalt!
- Em Zenka gruabla = in der Nase bohren
- Em hocka = Im Sitzen
- Em ärgschda Schwäbisch = Im breitesten Schwäbisch
- Emmr dr Seggl sei = Immer die Arschkarte ziehen wörtl.: Immer der Seckel sein
- En Deine Auga find i mei Ruah! = Ich liebe Dich! wörtl.: In Deinen Augen finde ich meine Ruhe!
- En Glotzabach umschdeiga lassa. = Jemand aus einem Tagtraum reissen. wörtl.: In Glotzenbach unsteigen lassen!
- En Gottes Noma! = In Gottes Namen
- En Kandlgraba fahra = Von der Straße abkommen
- En Madde war e nia a Käpsele = In Mathematik war ich nie eine Leuchte
- En Rasch brenga = Jemanden wütend machen