Auf Hochdeutsch: Sagt man über einen unbeholfenen Menschen wörtl.: Der macht sogar an die Suppenschüssel noch eine Deichsel!
Der machd au no a Deigsl an d’Suppaschissl!
Redensart
Weitere Wörter aus „Redensart“
- Der liggd au da ganza Dag em Schadda. = Eine faule Sau! wörtl.: Der liegt den ganzen Tag im Schatten.
- Der moind au, er häb Milch em Hafa, dabei scheint bloß dr Mond nei! = So kann man sich täuschen! wörtl.: Der glaubt auch, er hätte Milch im Krug, dabei scheint nur der Mond hinein!
- Der moind au, er kennd mit ma Furz an ganza Aggr dünga = Ein unverbesserlicher Optimist wörtl.: Der glaubt auch, er könnte mit einem Furz einen ganzen Acker düngen
- Der lebd wie dr Schbatz em Hanfsoma. = Der lebt wie Gott in Frankreich wörtl.: Der lebt wie der Spatz im Hanfsamen.
- Vrschidedds Wassr kannsch nemme aufheba = Passiert ist halt passiert wörtl.: Verschüttetes Wasser kann man nicht mehr aufheben
- Der moind au, seine Läus kenndad da Schnupfa kriaga, wenn’r Kapp raduad. = So sagt man über einen sehr hochnäsigen Mensch wörtl.: Der glaubt auch, seine Läuse würden sich einen Schnupfen holen, wenn er seine Mütze lupft
- Der lebd au bald zwischa zwoi Breddla ond vier Breddr! = Bei dem ist der Tod nah! wörtl.: Der lebt bald zwischen zwei Brettchen und vier Brettern!
- Der oine issd gern Baggschdoikäs, der andre gohd liebr en d’Kirch. = Jeder hat halt seine Eigenheiten wörtl.: Der eine ist gerne Limburger, der andere geht lieber in die Kirche
Beispiele, in denen „Der machd au no a Deigsl an d’Suppaschissl!“ vorkommt
Als die Wagen noch von Pferden oder Ochsen gezogen wurden, hatten sie vorne eine Deichsel, die auch zum Lenken des Wagens diente, weil das Zugtier an der Deichsel angebunden war und so die Richtung angab. >Siehe auch: ⏵deigsla > Kommt auch in diesen Redensarten vor: Der machd au no a Deigsl an d’Suppaschissl!No koin Debb an Deigsl!No koin Domma an Deigsl!