Musik
Viele Musikerinnen und Musiker singen auf Schwäbisch. Ihre Lieder machen den Dialekt hörbar und zeigen, wie vielfältig er ist, vom Blues über Rock bis zum Folk. Gerade in der Musik lebt die Mundart oft weiter, weil Lieder von Generation zu Generation gehört und mitgesungen werden.
Mundart als Musik
Schwäbische Lieder nutzen die Eigenheiten des Dialekts: kurze Wörter, weiche Aussprache und Reime, die man im Hochdeutschen so nicht findet. Manche Texte sind witzig, andere sehr ernst. Viele Musiker verbinden Alltagsbeobachtungen mit einer gehörigen Portion Ironie. Dadurch wirken die Lieder nah an den Menschen.
Blues und Rock auf Schwäbisch
In den 1970er Jahren begannen einige Musiker, Blues und Rock mit schwäbischen Texten zu verbinden. Das war damals ungewöhnlich, weil Rockmusik vor allem auf Englisch gesungen wurde. Wolle Kriwanek gilt als einer der Pioniere dieser Richtung. Auch Gruppen wie Grachmusikoff und Schwoißfuaß prägten in dieser Zeit den schwäbischen Rock.
Die Musiker
Auf den folgenden Seiten findest du ausführliche Porträts einzelner Musiker mit Lebenslauf, Liedern und Alben.
- Hank Häberle jr.: Country-Musiker aus Hemmingen, der Spätzlescowboy
- Wolle Kriwanek: Blues und Rock auf Schwäbisch
- Grachmusikoff: Die Band aus Bad Schussenried, 1978 bis 2017
- Schwoißfuaß: Die Rockband aus dem Raum Tübingen
- Alex Köberlein: Gründer beider Bands
- Schtraisalts: Mundart-Schwabenrock
- Wendrsonn: Schwäbischer Folk-Rock
Musik und Zukunft
Schwäbische Musik lebt heute auf Konzerten, Festen und im Radio. Junge Bands greifen die Mundart auf und verbinden sie mit neuen Stilen. So bleibt der Dialekt lebendig, auch wenn er im Alltag seltener wird.