Auf Hochdeutsch: Na ja, Beziehungen ändern sich halt ..! wörtl.: Nach küssen und lecken, kommen Prügel und Stecken.
Noch kissa ond lägga, kommad Briegl ond Schdägga!
Weitere Wörter aus „Redensart“
- Noch hoigl kommd nix! = Wer zu wählerisch ist, bekommt am Ende nichts! wörtl.: Nach heikel kommt nichts
- Leidr hodd’s uff dr Welt meh Hond als Gnocha! = Wie wahr, wie wahr wörtl.: Leider gibt es auf dieser Welt mehr Hunde als Knochen!
- Lensa, Spätzla ond Kraut, hend scho so manch’ Figur vrsaud. = Linsen, Spätzle und Kraut haben schon so manche Figur versaut.
- Noch de Fliddrwocha, komma d’Gwiddrwocha! = Ehealltag wörtl.: Nach den Flitterwochen, kommen die Gewitterwochen!
- Leba sodd ma, als kennd mr jedn Dag sterba, ond hausa, als däd mr ewig leba! = Man sollte so leben, als könnte jeder Tag der letzte sein, aber auch sparsam sein, als würde man ewig leben.
- No net hudla, mr ko net schnell genuag langsam do! = Nur keine Eile, man kann nicht langsam genug machen!
- No net hudla, wenns ans sterba gohd! = Immer mit der Ruhe! Jetzt mal langsam! wörtl.: Nur keine Hektik, wenn es ans Sterben geht!
- Liebr a bissle ond guad, als an Haufa ond mind. = Lieber wenig und gut, als viel und schlecht.
Beispiele, in denen „Noch kissa ond lägga, kommad Briegl ond Schdägga!“ vorkommt
Die Schwäbische Seele ist ein baguetteartiges Gebäck aus Dinkel, das aus dem Oberschwäbischen stammt. Die Seele ist außen knusprig, innen weich und luftig. Es ist auch eine Sonderform der Seele bekannt, deren Name "Briegl" lautet. Briegel gelten insbesondere als Spezialität von Schwäbisch Gmünder. Der Unterschied liegt darin, dass ein Briegl nicht so lang ist wie eine Seele, ein wenig mehr in die Breite geht und mit Kümmel und grobem Salz bestreut ist. Der Ursprung des Namens wird mit dem Fest Allerseelen in Verbindung gebracht. Dieses knüpft vermutlich an ein vorchristliches Totenfest an, was die zahlreichen, bis heute erhaltenen kultischen Bräuche bezeugen. An der Wende vom Herbst zum Winter die "armen Seelen mit Speiseopfern zu bewirten, versprach Erntesegen im darauffolgenden Jahr. Später bedachte man Bedürftige mit "Seelenbroten" und anderem Gebäck. >Siehe auch: ⏵An Briegl möga ⏵briegldichd ⏵Schießbriegl > Kommt auch in diesen Redensarten vor: Des isch bessr, als en Briegl uff der Nos, ond wenn’r no so guad sitzt!Noch kissa ond lägga, kommad Briegl ond Schdägga!