Wörter aus „Ausdruck“
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- Schiss kriaga = Angst bekommen
- Schlag mi ’s Blächle! = Ausruf des Erstaunes
- Schlechde Karta han = Schlechte Karten haben
- Schlof guad! = Schlaf gut! Gute Nacht!
- Schlof schee! = Schlaf schön! Gute Nacht!
- Schluggschbechd = Einer der gerne über den Durst trinkt, ein Schluckspecht
- Schläfsch emmr no? = Schläfst Du immer noch?!
- Schläfsch scho? = Schläfst Du schon?
- Schläg kriaga = verprügelt werden
- Schmeiß des net om! = Wirf das bitte nicht um!
- Schnee schibba = Schnee wegschippen, Schnee räumen
- Schnee wegreima = Schnee schippen, Schnee wegräumen
- Schneegleggle = Schneeglöckchen
- Schnegga uff da Schwanz schlaga, bis se bellad. = Sagen Schwaben gern, wenn sie gefragt werden, was sie so gerade machen. wörtl.: Schnecken auf den Schwanz hauen. bis diese bellen.
- Schnierla zammabenda ond emma Kardo uffheba, no ko mr se en a baar Johr zamma wegschmeißa! = Im Zeitalter von Heften und Kleben zählt allein der gute Wille, althergebrachtes Kulturgut zu bewahren!
- Schnupfs endlich! = Glaub es mir!
- Scho a ganze Weile han i a bees Waihle! = Schon eine ganze Zeit verspüre ich einen Schmerz!
- Scho da Bach na! = Die Sache ist schon im Eimer! wörtl.: Schon den Bach hinunter!
- Scho da Schenkl na gschiffd. = Schon in die Hose gegangen. wörtl.: Schon den Schenkel heruntergepinkelt.
- Scho vor dr Hochzich danza = Ein uneheliches Kind bekommen wörtl.: Schon vor der Hochzeit tanzen
- Scho z’schbäd = Schon zu spät
- Schuggsch Du mi, schugg i Di! = Schubst Du mich, schubs ich Dich!
- Schwemm net so weid naus! = Schwimm nicht so weit raus!
- Schwoba senn vrhockd! = Schwaben sind sehr heimatverbunden.
- Schwäbisch schimpfa, so gohds! = Adjektive, mit denen ein Schwabe Schimpfwörter kreativ an die jeweilige Situation anpasst
- Schwäbisch schwätza = Schwäbischen Dialekt reden
- Schwäbische Schimpfworte gereimt als Gedicht = Schwäbische Schimpfworte in Reimform
- Schwäbische Worte die auf "ade" enden = Was bedeutet z.B. "A Soichade"?
- Schwäbisches Gedicht (iebr: kenna und kenna) = Schwäbisches Gedicht (über: kennen und können)
- Schwätza wie oim d’Gosch gwachsa isch = Ohne Umschweife daherreden
- Sei Gschäfd schaffa = Seiner Pflicht nachgehen, seine Arbeit machen
- Sei Mugga han = Eigenheiten haben wörtl.: Seine Mücken haben
- Sei Schdimm abgäba = Seine Stimme abgeben, wählen gehen
- Sei mr net bees, abbr ... = Sei mir nicht böse, aber ...
- Sei net so vrschrogga! = Sei nicht so ängstlich! Nur Mut!
- Sei so guad! = Sei so gut! Tu mir den Gefallen!
- Sei so nädd! = Sei so gut! Tu mir den Gefallen! Bitte!
- Seid’e nemme aus am Haus komm, han e gar koi Aschbroch meh. = Seit ich nicht mehr aus dem Haus, habe ich keinen Gesprächspartner mehr.
- Sein Riassl nahänga = Betrübt sein wörtl.: Seinen Rüssel herunterhängen
- Selbr gmachd! = Selbst gemacht!
- Senn Deine Leit au do? = Sind Deine Eltern auch hier?
- Senn Deine Leit weg? = Sind Deine Eltern außer Haus?
- Senn älle Henna henna? = Sind alle Hühner im Stall?
- Senn älle Kiah henna? - Ha noi, Kiah senn nia Henna! = Sind alle Kühe drinnen? - Aber nein, Kühe sind nie Hennen (Schwäbischer Kalauer)
- Setz de no! = Setz Dich hin!
- Sia hend doch sicher au a Kuddrschaufl, an Kehrwisch ond an Schrubbr, zom d’ Schdaffla saubr kehra, oddr? = Sie haben doch ganz bestimmt einen Handfeger, ein Kehrblech und einen Wischmopp, damit Sie Treppe perfekt reinigen können, oder?
- Sia senn abbr arg phäb! = Sie nehmen aber alles sehr genau!
- Sia senn au net vo do? = Sie stammen nicht von hier?
- Siaße Draim! = Süße Träume!
- Sich da Graga absaufa = saufen, trinken (sehr viel)
- Sich dia alde Zeidonga vom Nochbr gäba lassa. = Die Zeitung vom Vortag leiht der Nachbar meist gerne aus.
- Sich d’Gosch aschmiera = Sich schminken
- Sich d’Gosch vrbrenna = Vorlaut sein und dadurch Ärger bekommen
- Sich em Garda abdaggla = Sich bei der Gartenarbeit völlig verausgaben
- Sich en jemand vrgugga = Sich in jemanden verlieben
- Sich gwaldädig uffiehra = Sich ungestüm gebärden
- Sich oin rondrhola = Onanieren, masturbieren, sich einen runterholen
- Sich saumäßig ärgera = Sich sehr ärgern, sehr ärgerlich sein
- Sich sei Sach denka = Sich seine eigenen Gedanken machen, sich seine Sache denken
- Sich uff d’Sogga macha = Sich auf die Socken machen
- Sich vrpissa = Ohne Abschied weggehen, sich verpissen
- Sie will den bardu han. = Sie will diesen Mann unbedingt haben.
- Siehsch den Haipfler da! = Schau Dir diesen Angeber an!
- So ane = So ungefähr
- So gohds mr’s au! = So gehts mir auch! So geht es mir auch!
- So hodd’s jo komma miassa = Das war ja klar, dass das passiert! wörtl.: So hat es ja kommen müssen!
- So isch des! = So ist das!
- So isch hald! = So ist es eben! So ist es nun mal!
- So isch no au widdr! = Jedes Ding hat seine zwei Seiten wörtl.: So ist es dann auch wieder!
- So ischs Leba äba! = So ist das Leben halt nun einmal!
- So ischs hald äba! = So ist es halt nun einmal!
- So ischs rechd! = So ist es recht! So ist es in Ordnung!
- So ischs! = So ist es! So ist das!
- So ko’s no au ganga = So kann es auch passieren
- So langsam brässierds! = Jetzt wird es aber ganz schön eng! wörtl.: So langsam pressiert es!
- So langsam kennsch au schneller fahra! = Jetzt fahr doch bitte schneller!
- So langsam vrschdande De! = So langsam verstehe ich dich!
- So semmr hald! = So sind wir eben!
- So, au do? = Guten Tag! wörtl.: So, auch da?
- So, au em Schdädtle? = Guten Tag! wörtl.: So, auch in der Stadt?
- So, au fleissich? = Guten Tag! wörtl.: So, auch fleissig?
- So, au scho mundr? = Guten Tag! wörtl.: So, auch schon munter?
- So, au scho uff? = Guten Tag! wörtl.: So, auch schon auf?
- So, des hebd! = Das wird nie mehr auseinanderfallen, das ist für alle Ewigkeit gebaut
- Sogga wiefla = Socken stopfen
- Soichbloam = Blühender Löwenzahn
- Solang mir’s denkt... = Solange ich zurückdenken kann...
- Soll I meine Fengrnegl rod amola? = Soll ich meine Fingernägel in rot lackieren?
- S’ brässierd afanga! = Jetzt wird es aber ganz schön eng! wörtl.: So langsam pressiert es!
- Tabularasa macha = Tabula rasa machen, reinen Tisch machen
- Tragad me naus, no fahre Eich hoim! = Spruch im Vollsuff: Wenn ihr mich ins Auto bringt, dann fahre ich Euch heim!
- Trepp rabockla = Die Treppe herunterpoltern
- Trepp rahagla = Die Treppe herunterfallen
- Uff Schduagerd fahra = Nach Stuttgart fahren
- Uff Schwäbisch isch’s schneenr! = Auf Schwäbisch klingt es schöner!
- Uff Zagg sei = Auf Zack sein, interessiert sein, wach
- Uff a Leich ganga = Auf die Beerdigung gehen
- Uff an Boom gräbbsla = Auf einen Baum klettern
- Uff an Schbrong = Auf einen Sprung, nur kurz
- Uff da Fedraball ganga = Ins Bett gehen wörtl.: Auf den Federnball gehen