Wörter aus „Redensart“
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- Zwoi Fiaß bassad net en oin Schdiefl. = Das wird so nichts! wörtl.: Zwei Beine passen nicht in einen Stiefel.
- Zwoi Honnd kennad net oin Knocha traga! = Zwei Hunden können nicht gemeinsam einen Knochen tragen!
- Zwoi Weibr em Haus, senn an Graus! = Zwei Frauen im Haus, bereiten viel Ärger.
- Zwoi Weibr senn a Kirbe, dreie gäbad an Markt! = Saudummer Chauvinismus wörtl.: Zwei Frauen sind ein Markt, drei sind schon ein ganzer Jahrmarkt!
- Zwoi dia koinr mog, senn au a Bärle! = Zwei Menschen, die niemand leiden kann, ergeben auch ein Paar!
- Äbbas Domms isch schnell rausgschwätzd! = Etwas Blödes ist schnell gesagt!
- Äldere Leit, dia emmr ganz jugendlich do wellad, senn meischdens bloß kendisch! = Ältere Menschen, die immer so jugendlich wirken möchten, sind meistens nur kindisch!
- Äll Dag gibts äbbas Neus, abbr selda äbbas Guads! = Jeden Tag gibt es etwas Neues, aber selten etwas Gutes!
- Äll Däg schbrengd a andre Sau durchs Dorf! = Jede Neuigkeit verdrängt die Sensation von gestern wörtl.: Jeden Tag rennt eine andere Sau durchs Dorf!
- Ällas gohd, bloß d’Fresch hopfad. = Alles geht, nur die Frösche hüpfen.
- Ällas hodd seine zwoi Seida. = Alles hat seine zwei Seiten.
- Ällas isch bloß a Weile rechd, hodd dr Pfarrer gsagd ond an Oschdra d’Chrischboom aus dr Kirch do. = Alles hat seine Zeit hat der Pfarrer gemeint und an Ostern den Weihnachtsbaum aus der Kirche geworfen.
- Ällas isch reladiv! = Alles ist relativ!
- Ällas isch reladiv: Scheißsch amma Baur uff da Kopf, isch’s zviel, scheißsch uff sein Aggr, no isch’s zwenig! = Alles ist relativ, scheißt Du einem bauern auf den Kopf, ist es zuviel, scheißt Du auf seinen Acker, ist es zuwenig!
- Ällas vrgohd, bloß dr Durschd bleibd! = Alles geht vorbei, bloß der Durst nicht!
- Ällas wird deirer, bloß ’s Weihwassr net, se werdad’s wohl leichdr macha. = Alles wird teurer, nur das Weihwasser nicht, vermutlich kann es leichter hergestellt werden.
- Ällas wissa isch bessr, als ällas han. = Wissen ist Macht. wörtl.: Alles zu wissen ist besser, als alles zu besitzen.
- Älle Herra senn rechd, solang mr se net brauchd. = Alle Herren sind gut zu haben, solange man sie nicht braucht!
- Älle henn dr gleiche Arsch! = Alle Menschen sind gleich wörtl.: Alle haben denselben Hintern!
- Älle merkad, wenn i bsoffa be, abbr koinr märkd, wenn i an Durschd han. = Alle merken es, wenn ich betrunken bin, aber keiner bemerkt, wenn ich Durst habe.
- Älle schwätzad vom Saufa, abbr koinr iebr dr Durschd! = Alle reden übers Saufen, aber niemand über den Durst!
- Älle schwätzad vom Saufa, aber koi Sau vom Durschd! = Alle reden übers Saufen, aber kein Schwein über den Durst!
- Ällr Afang isch schwer, hodd dr Dieb gsagt ond da Amboss gschdohla! = Aller Anfang ist schwer, hat ein Dieb gesagt und den Amboss gestohlen!
- Äwwl bsoffa, isch au guad glebt. = Man kann allem eine positive Seite abgewinnen wörtl.: Immer besoffen zu sein, ist auch gut gelebt.
- ’S Aldr brengd no allrhand, bloß koine große Schbring meh! = Das Alter hält noch allerhand bereit, aber keine großen Sprünge mehr!
- ’S Aldr isch a Krankheid, an der zledschd schdirbsch. = Das Alter ist eine Krankheit, an der man am Ende stirbt.
- ’S Beschde am Schaffa isch ’s Veschbr! = Das Beste an der Arbeit ist das Vesper!
- ’S Bessere isch ’s Guada Feind! = Das Bessere ist des Guten Feind!
- ’S Geld liegd fei net oifach bloß uff dr Schdroß! = Das Geld liegt nicht einfach so auf der Strasse.
- ’S Gligg isch a Rindviech ond suachd seinesgleicha! = Das Glück ist ein Riendvieh und sucht immer seinesgleichen!
- ’S Gligg isch wie an Furz, wenn’s vrzwengsch, no kommd bloß Scheiße. = Das Glück ist wie ein Furz, wenn man es verzwingt, dann kommt nur Scheiße.
- ’S Haus vrlierd nix! = Im Haus geht nichts verloren, man findet alles wieder!
- ’S Haus vrlierd nix, hodd sell Bäuere gmoind, als se a Maus aus am Schmalzhafa zoga hodd. = Nichts geht wirklich verloren! wörtl.: Im Haus geht nichts verloren, sagte die Bäuerin, als sie eine Maus aus dem Schmalztiegel gezogen hatte.
- ’S Haus vrlierd nix, hodd sell Bäuere gmoind, als se an Sogga aus am Krauthafa zoga hodd. = Nichts geht wirklich verloren! wörtl.: Im Haus geht nichts verloren, sagte die Bäuerin, als sie eine Socken aus dem Krautfass gezogen hatte.
- ’S Hemad schwitzd au net von alloi! = Ursache und Wirkung! wörtl.: Ein Hemd schwitzt auch nicht von alleine!
- ’S Kissa ond ’s Lieba, soll mr net vrschieba! = Prioritäten beachten! wörtl.: Das Küssen und das Lieben, soll man nicht verschieben!
- ’S Leba gohd emmr weidr, ond wenns mol net laufd, no gnabbd’s wenigschdens! = Das Leben geht immer weiter, und wenn es mal nicht läuft, dann hinkt es zumindest!
- ’S Leba isch koi Schleckhafa. = Das Leben ist kein Honiglecken.
- ’S Leba isch koi Schlotzr, sonsch wärs rond ond bäbbig. = Das Leben ist kein Lutscher, sonst wäre es ja rund und klebrig.
- ’S Leba isch koi Schlotzr. = Das Leben ist kein Lutscher.
- ’S Leba isch schee, abbr z’deir! = Das Leben ist schön, aber zu teuer!
- ’S Limble kriagd ’s Schdimble. = Der kleinste von allen bekommt den Rest.
- ’S Maul kriagd vor de Auga gnuag! = Die Augen sind immer größer als der Magen!
- ’S Schaffa khörd abgschaffd, dass ma endlich Zeid hodd fir a aschdendigs Gschäfd. = Das dürfen nur Schwaben sagen! wörtl.: Die Arbeit sollte abgeschafft werden, damit man Zeit hat, für eine vernünftige Arbeit
- ’S Schderba hebd mr uff bis zledschd. = Mit dem Sterben wartet man bis zuletzt.
- ’S Schempfa vrgohd, abbr d’Schläg bleibad hanga! = Über Schimpfen kommt man hinweg, aber Schläge vergisst man nie mehr!
- ’S falla isch koi Kunschd, abbr ’s uffschdanda. = Hinfallen ist keine Kunst, aber das Aufstehen.
- ’S ganz Johr krank ond an Martini erschd koi Leich! = Man kann sich aber auch auf nichts mehr verlassen! wörtl.: Das ganze Jahr krank sein, und zum Martinstag gibts dann doch keine Beerdigung
- ’S gibd koi Schdigg, wenn dr oine da Berg nuff will, ond dr andre na! = Man sollte sich schon einig sein! wörtl.: Man kommt kein Stück voran, wenn der eine den Berg hoch möchte und der andere den Berg hinunter!
- ’S gibt bloß oi Beißzang uff dr Welt, abbr jedr moind, er häb se drhoim. = Ja, ja, die Ehefrauen wörtl.: Es gibt nur eine Beisszange auf der Welt, aber jeder denkt, er hätte sie zu Hause.
- ’S gibt koi hards Brod, abbr koi Brod - des isch hard! = Es gibt keine hartes Brot, aber kein Brot (zu haben), das ist hart!
- ’S gibt koin Schada ohne Nutza! = Alles hat auch sein Gutes! wörtl.: Es gibt keinen Schaden ohne jeglichen Nutzen.
- ’S gibt nix Bessrs, wie äbbas Guads! = Das Bessere ist des Guten Feind! wörtl.: Es gibt nichts Besseres, als etwas Gutes
- ’S gibt sodde ond sodde, abbr meh sodde wie sodde! = Es gibt solche und solche, aber mehr solche als solche!
- ’S gohd hald bloß breggalesweis! = Alles dauert seine Zeit und geht halt nur Stück für Stück!
- ’S gohd net emmr, wie mr will, sonsch kennd mr bei dr Kuah glei dr Käs melka! = Es geht halt nicht immer so, wie man möchte, sonst könnte man bei einer Kuh den Käse direkt melken!
- ’S gohd älles, sogar a Wagarad, wemmrs guad schmierd. = Alles geht, sogar ein Wagenrad, wenn es gut geschmiert ist.
- ’S isch arg ond doch net gschwolla! = Es ist Glück im Unglück wörtl.: Es ist schlimm, aber doch nicht angeschwollen
- ’S isch bloß bis gschluggd isch! = Alles geht vorüber! wörtl.: Es ist nur, bis man es runtergeschluckt hat
- ’S isch fei net jedr glei an Schbitzbua, wo vo ma Hond abelld wird! = Es ist nicht jeder gleich ein Gauner, nur weil er von einem Hund verbellt wird!
- ’S isch grad schad drom! = Das ist sehr schade!
- ’S isch gschbässig, dass oin an leera Beidl meh druggd, als an vollr. = Ein leerer Geldbeutel drückt mehr, als ein voller.
- ’S isch hald wie ’s isch, sonsch wärs jo wie ’s wär! = Es ist wie es ist! wörtl.: Es ist halt wie es ist, sonst wäre es ja wie es wäre.
- ’S isch iberall guad Brod essa, wemmr hodd. = Brot zu essen ist leicht, wenn man welches hat.
- ’S isch koi Not am Fiedle, solang ’s Hemad net brennd! = Das ist doch nicht so schlimm! wörtl.: Am Hintern ist keine Not, solange das Hemd nicht brennt
- ’S isch koi Weg z’weid, wenn d’Liab dreibd! = Einem Verliebten ist kein Weg zu weit! wörtl.: Es ist kein Weg zu weit, wenn einen die Liebe antreibt!
- ’S isch koinr zom Vielfrass gebora, abbr ma ko oin dazua zieha. = Schau einer die vielen dicken Kinder an wörtl.: Es wird keiner als Vielfraß geboren, aber dazu gemacht
- ’S isch nemme des, was mr khet hend, wo mr’s no khet henn! = Ja, die guten alten Zeiten wörtl.: Es ist alles nicht mehr so, wie es war, als wir es noch hatten!
- ’S isch net iberall Brauch, dass mr dr Arsch butzd, eh mr gschissa hodd. = Auf die Reihenfolge kommt es an wörtl.: Es ist nicht überall Brauch, dass man den Hintern putzt, bevor man sein Geschäft erledigt hat
- ’S isch net jedr a Mo, wo a Weib hodd! = Nicht jeder, der eine Frau hat, ist auch ein Mann!
- ’S isch net äll Dag Baggdag! = Man muss die Tage nehmen, wie sie kommen wörtl.: Es ist nicht jeden Tag ein Backtag
- ’S isch net ällas, abbr äbbas! = Wenigstens etwas!
- ’S isch no koi Gaas em Wassr vrsoffa! = Los, trau Dich! wörtl.: Es ist noch keine Gans im Wasser ertrunken
- ’S isch no koi Glerndr vom Hemml gfalla. = Es ist noch kein Ausgelernter vom Himmel gefallen.
- ’S isch no koi Mäusle ondr ma Haihaufa vrschdiggt! = Über eine zarte Frau, die einen gewichtigen Partner hat wörtl.: Es ist noch keine Maus unter einem Heuhaufen erstickt
- ’S isch no koin Moischdr vom Hemml gfalla, abbr scho an Haufa von ra Loidr! = Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber schon viele von einer Leiter!
- ’S isch no äll Dag Obad worda! = Das Leben geht weiter! wörtl.: Es ist noch jeden Tag Abend geworden!
- ’S isch scho komisch, hodd dr selle Mo gsagd: I mog d’Mädla ond mei Schweschdr d’Buba! = Es ist schon merkwürdig, hat ein Mann gesagt: Ich mag Mädchen und meine Schwester Buben.
- ’S isch wie ’s isch! = Es ist wie es ist!
- ’S isch wie ’s isch, sonsch wärs wia’s wär! = Es ist, wie es ist, sonst wäre es ja, wie es wäre!
- ’S isch äbbas args, was i Wurschd fressa muß, bis meine Kendr vo dr Haud sadd werdad. = Schlimm, wieviel Wurst ich essen muß, bis meine Kinder von der Pelle satt werden.
- ’S isch ällas net so oifach, bsonders wemmr’s dobbeld nimmd. = Es ist alles nicht so einfach, besonders wenn man es doppelt nimmt.
- ’S isch äwwl äbbas, was da Hemml hebd, sonsch wär’r scho lang rakhageld! = Es gibt immer etwas, was den Himmel hält, sonst wäre er ja schon lange heruntergefallen!
- ’S kommd selda äbbas Bessrs noch! = Es kommt selten etwas Besseres nach!
- ’S kommt, wie ’s komma muass. = Seinem Schicksal kann man nicht entgehen! wörtl.: Es kommt, wie es kommen muss.
- ’S letschd Hemad hodd koine Dascha! = Das letzte Hemd hat keine Taschen!
- ’S lieba ond ’s singa, lassd sich net vrzwinga! = Das Lieben und das Singen, lassen sich nicht verzwingen!
- ’S menschalad hald iberall, sogar em Hemml. = Wir sind alle nur Menschen wörtl.: Alles ist menschlich, sogar im Himmel.
- ’S muass au Domme gäba, abbr warom so viele? = Natürlich muss es auch Dumme geben, aber warum so viele?
- ’S muass sich viel ändra, wenns so bleiba soll, wia’s isch! = Schwäbische Einsicht in den Wandel der Welt wörtl.: Es muss sich sehr viel ändern, damit alles so bleibt, wie es ist
- ’S nofalla isch koi Schand, abbr ’s Liegableiba. = Das Hinfallen ist keine Schande, aber das Liegenbleiben.
- ’S regned net äll Dag Buddr en da Brei. = Es geht nicht immmer gut aus, man hat nicht immer Glück. wörtl.: Es regnet nicht jeden Tag Butter in den Brei
- ’S schwätzd koinr gscheidr raus, wie ner isch! = Es redet keiner intelligenter daher, als er ist!
- ’S vorich Johr war emmr bessr! = Das letzte Jahr war immer besser!
- ’S wird scho so sei solla, sonsch wärs net so! = Es ist schon in Ordnung so, sonst wäre es ja auch nicht so!